Die meisten Menschen führen ein recht durchschnittliches Leben. Es liegt nicht in meiner Absicht, dieses Leben nachzubilden.
Ich versuche es neu zu arrangieren, zu dramatisieren, um es interessanter, erregender, überraschender aufzuführen. Der Effekt ist mir wichtiger als die Realität.
Ich gehöre zu den Verehrern von Scheherazade, die dem Tod nur entging, weil sie faszinierend erzählte ohne aufzuhören.
Ich glaube nicht an den Satz – „lebe so, als ob heute dein letzter Tag wäre.
Nein, ich lebe so, als hätte ich noch hundert Jahre vor mir.“
Ich habe lange gebraucht, um jung zu werden.
| 1935 | Geboren in Berlin. Im Krieg mehrfacher Umzug in das Sudetenland und nach Fehmarn, danach nach Kriegsende Aufenthalt auf Bornholm. |
| 1964 | Diplom-Ingenieur (FH). Studium der Architektur und Stadtplanung an der Technischen Universität Braunschweig. |
| 1965 | Assistent am Lehrstuhl von Prof. Herrenberger an der Technischen Universität. |
| 1968 | Architekt für Prof. Hentrich in Johannesburg, Südafrika. |
| 1973 | Gründung eines eigenen Architekturbüros in Johannesburg. |
| 1974 | Herausgabe des Monatsmagazins „Sauerkraut“ und Gründung des gleichnamigen politisch-literarischen Kabaretts „Johannesburg“. |
| 1978 | Rückkehr nach Deutschland. Vorträge und Hörspiele beim Rundfunk u. a. Projektdirektor einer Trabantenstadt bei Al-Khobar, Saudi-Arabien. |
| 1982 | Leiter der Architekturabteilung bei Fichtner, beratende Ingenieure, Stuttgart. |
| 1984 | Berufung ins Innenministerium in Riad, Saudi-Arabien, als technischer Berater der Regierung. |
| ab 1986 | Tätigkeit als freier Schriftsteller in Bayern mit einer eigenen Reihe von Büchern, bekannt als „Kille-Kille-Geschichten“. |
| 1986 | Veröffentlichung von Halsband der Taube und Nur wer träumt, ist frei, die in viele Sprachen übersetzt wurden. |
| 2023 | Verstorben im Juni 2023 in seiner niederbayerischen Wahlheimat. |
Schlipse, Schlange stehen,
Ämter- vom Finanzamt bis zum Standesamt,
jede Form von Ketten inklusiv Kettenrauchen,
Massen, ob stationär oder in Bewegung.
Nudelsuppe und Nobelpreis,
Eliten im Kleinen und im Großen,
schöpferischen Müßiggang,
vom Leser vergöttert,
von Krankheiten vergessen.
Es gibt drei Regeln , wie man einen erfolgreichen Roman schreibt.
Unglücklicherweise weiß niemand wie sie lauten.
Ein Autor, der über seine Bücher spricht, ist dabei genauso voreingenommen wie eine Mutter, die über ihr Kind spricht.
Wer einen Autor kennenlernen will, dessen Buch ihm gefällt, handelt wie jemand, der eine Kuh kennenlernen will, deren Käse ihm schmeckt.
Bei mancher Veranstaltung, vom Theater bis zur Oper, von der Lesung bis zum politischen Gespräch, frage ich mich: wann würdest du den Fernseher abschalten?
Man sollte jeden Abend mit einem guten Buch ins Bett gehen oder mit jemand, der ein gutes Buch liest.
Zum historischen Roman:
Wenn man eine Person in einem historischen Kontext beschreibt, kann man ihn nicht so festhalten, wie er wirklich war, sondern wie er auf Grund seiner Handlungen und Widersprüche gewesen sein könnte. Möglicherweise wissen wir heute mehr über so eine Person als sie selbst von sich wusste.
Schöpferischer Müßiggang
Eine Weile als Vagabund gelebt und viel Zeit gehabt zu haben, ist für jeden Künstler wichtig.
Nomaden schaffen nichts auf Dauer, hingegen neigen Sesshafte zur Ruhe und Gleichmaß.
Gelungenes Kunstschaffen setzt einen Abenteurer voraus, der zeitweilig auch sesshaft ist.